Tabak – Anbau- und Erntetechnik

Tabak-Anbau-Erntetechnik

Die Tabakpflanze gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), der Gattung Nicotiana L. Die wichtigsten Tabakarten sind Nicotiana tabacum und N. rustica, die in Amerika heimisch sind. Gegenwärtig wird Tabak auf allen Kontinenten angebaut. Tabak ist der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Tabakerzeugnissen (Zigaretten, Kautabak, Pfeifentabak).

Der Tabak hat eine tiefe Pfahlwurzel, die der Pflanze eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit verleiht. Der Stängel ist zylindrisch, hoch und an der Oberseite verzweigt, mit abwechselnd angeordneten Blättern unterschiedlicher Form. Die Blüten sind in Trauben oder endständigen Rispen angeordnet und die Frucht ist eine Kapsel, die aus zwei Kammern besteht.

UMWELTFAKTOREN

TEMPERATUR

Während der gesamten vegetativen Wachstumsphase benötigt Tabak 2600-2900 °C. Er ist eine thermophile Pflanze, wobei die optimale Temperatur für die Entwicklung von Tabakpflanzen bei 27 °C liegt. Temperaturen, die 30 °C überschreiten oder unter 17 °C fallen, beeinträchtigen die Produktion und die Qualität des Tabaks.

LICHT

Tabak ist eine lichtliebende Pflanze. Dieser abiotische Faktor hat einen direkten Einfluss auf die Produktion und die Qualität des Tabaks. Unzureichendes Licht verlängert die vegetative Wachstumsperiode und verlangsamt die Entwicklung der Pflanzen.

BODEN

Die Böden sind für eine rentable Produktion sehr wichtig, Tabak bevorzugt Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,4. Leichte, warme Böden sind für die Entwicklung der Tabakpflanzen vorteilhaft.

FEUCHTIGKEIT

Tabak ist nicht anspruchsvoll in Bezug auf die Feuchtigkeit. Er ist sehr trockenheitsresistent, und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit wirkt sich während der vegetativen Wachstumsphase negativ aus, z. B. durch eine Verlängerung der Vegetationsperiode und das Auftreten von Krankheiten und Schädlingen.

ANBAUTECHNIK

Tabak-BODENBEARBEITUNG

BODENBEARBEITUNG

Nach der Ernte der Vorfrucht erfolgt die Stoppelbearbeitung und anschließend das Pflügen, wenn die Bodenfeuchtigkeit dies zulässt. Das Keimbett wird mit Hilfe von Mähdreschern vorbereitet, die den Boden ebnen. Im Frühjahr empfiehlt es sich, einige wenige Arbeiten auf Bodenhöhe durchzuführen, um Wasserverluste zu vermeiden. Der Boden muss so locker und eben wie möglich sein.

PFLANZMETHODE UND ZEITRAUM

Am Tag der Anpflanzung werden die Tabaksämlinge aus den Frühbeeten/Gewächshäusern entnommen – nur gleichmäßig entwickelte Pflanzen werden ausgewählt. Die Pflanzzeit wird je nach Anbaugebiet und den Eigenschaften der verwendeten Sorte festgelegt. Im Allgemeinen liegt die Pflanzzeit im Mai, zwischen dem 1. und 15. Mai.

UNKRAUTBEKÄMPFUNG

Unkräuter sind für jede Kultur schädlich, da sie Wasser und Nährstoffe verbrauchen. Unkraut kann durch mechanisches oder manuelles Jäten und durch Besprühen mit speziellen Produkten bekämpft werden.

Empfohlene Produkte

Lesen Sie die Anleitungen auf dem Etikett jedes Produkts sorgfältig durch und befolgen Sie sie
Tabak-Pflanzzeit

KRANKHEITEN UND SCHÄDLINGE

Tabak wird häufig von Krankheiten wie Echter Mehltau, Stängelfäule, Bakteriose und Winkelblattfleck befallen. Zu den schlimmsten Schädlingen gehören Thripse, Blattläuse und entlaubende Raupen.

Empfohlene Produkte

Lesen Sie die Anleitungen auf dem Etikett jedes Produkts sorgfältig durch und befolgen Sie sie

DÜNGUNG

Tabak ist eine Kultur, die positiv auf die Düngung mit organischen oder mineralischen Düngemitteln reagiert. Es wird daher empfohlen, Dünger mit einem hohen und ausgewogenen Gehalt an Makro- und Mikroelementen zu verwenden.

BEWÄSSERUNG

Die Bewässerung von Tabak Kulturen kann ohne Produktionseinbußen erfolgen. Es wird empfohlen, die Bewässerung in Abhängigkeit von den in den Anbaugebieten registrierten Niederschlägen vorzunehmen. Ist die Bodenfeuchtigkeit zu niedrig, kann die Nikotinmenge sinken. Die Bewässerungsmenge sollte zwischen 250-350 m³ Wasser liegen.

Tabakblaetter-ernten

ERNTE

Die Tabakblätter erreichen ihre Reife allmählich, von der Basis nach oben.

Die Reife ist daran zu erkennen, dass die Blätter ihren Glanz verlieren und gelbe Flecken entstehen. Da die Blätter stufenweise reifen, muss die Ernte über mehrere Tage erfolgen.

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