Baumwolle – Anbau- und Erntetechnik

Baumwolle-Anbau-Erntetechnik

Die Baumwollpflanze gehört zur Gattung Gossypium, der Familie Malvaceae (Malvengewächse). Baumwolle ist eine der wichtigsten Textilpflanzen der Welt und liefert 60-70 % der weltweiten Pflanzenfaserproduktion. Baumwolle ist je nach Klima eine ein- oder mehrjährige Pflanze.

Die Baumwollfaser bildet sich auf der Oberfläche des Samens. Sie zeichnet sich durch Elastizität, Hygroskopizität, Zugfestigkeit und Absorption aus. Aus den Baumwollsamen, die 20-30% halb trockenes Öl enthalten, wird durch Raffination Speiseöl gewonnen, und aus dem nicht raffinierten Öl werden Farben hergestellt. Was die Anbaufläche betrifft, so wird Baumwolle auf einer Fläche von etwa 25 Millionen Hektar in Ländern wie Indien, China, den USA und Pakistan angebaut.

Baumwolle hat eine Pfahlwurzel, die stark wächst und der Pflanze eine hohe Trockenheitsresistenz verleiht. Der Stamm wird bis zu 1 Meter hoch, ist verzweigt und die Blätter sind gestielt. Die Blüten stehen einzeln, und die Blüte erfolgt in Etappen.

UMWELTFAKTOREN

TEMPERATUR

Baumwollpflanzen benötigen für ein harmonisches Wachstum Temperaturen zwischen 22-28 °C, aber für die Blütezeit liegt die optimale Temperatur zwischen 25-28 °C. Schwankungen und niedrige Temperaturen haben negative Auswirkungen auf die Baumwollpflanzen.

LICHT

Baumwolle ist eine lichtliebende Pflanze, daher sollte es während der vegetativen Wachstumsphase klare Tage geben, um die Produktion nicht zu beeinträchtigen.

FEUCHTIGKEIT

Der Wasserbedarf ist mittelhoch, wobei der wichtigste Faktor für die Baumwolle der Zeitpunkt der Niederschläge ist. Sie braucht Niederschläge im Mai-Juli und im August. Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit wird durch ihr gut entwickeltes Wurzelsystem gewährleistet.

BODEN

Der Boden muss fruchtbar, locker und mit sehr guter Drainage sein. Hinsichtlich des pH-Wertes bevorzugt sie Böden mit einem neutralen bis schwach sauren pH-Wert, und ihre Textur sollte mittelmäßig sein.

ANBAUTECHNIK

Baumwolle-BODENARBEITEN

BODENARBEITEN

Nach der Ernte der Vorfrucht erfolgt die Stoppelbearbeitung und anschließend das Pflügen, wenn die Bodenfeuchtigkeit dies zulässt. Das Keimbett wird mit Hilfe von Mähdreschern vorbereitet, die den Boden ebnen. Im Frühjahr empfiehlt es sich, einige wenige Arbeiten am Boden durchzuführen, um Wasserverluste zu vermeiden.

SAATGUT UND AUSSAAT

Das verwendete Saatgut muss zertifiziert sein und eine Reinheit von 98 %, eine Keimfähigkeit von 85 % und einen MMB-Wert von mindestens 80 % aufweisen – diese Werte erhöhen die Chance auf eine ertragreiche Ernte. Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat ist nach dem 15. April, wenn der Boden eine Temperatur von 10,5-11 °C aufweist. Bei der Aussaat muss eine Keimdichte von 30-35 Körnern/m² gewährleistet sein. Auf diese Weise ergeben sich während der Keimung etwa 25-30 Pflanzen/m².

UNKRAUTBEKÄMPFUNG

Der Baumwollanbau ist sehr empfindlich gegenüber Unkräutern, so dass die Unkrautbekämpfung entweder durch Jäten oder durch Herbizideinsatz erfolgen muss.

KRANKHEITEN UND SCHÄDLINGE

Baumwolle wird häufig von Schädlingen wie Blattläusen, Drahtwürmern, Zwiebelthripsen und roten Spinnmilben befallen. Zu den Krankheiten, die der Baumwollpflanze schaden, gehören: Blattflecken, Fusariumwelke, Anthraknose, Keimlings-, Wurzel-, Stängel- und Kolbenfäule.

Empfohlene Produkte

Lesen Sie die Anleitungen auf dem Etikett jedes Produkts sorgfältig durch und befolgen Sie sie

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DÜNGUNG

Baumwolle ist eine Kultur, die positiv auf die Düngung mit organischen oder mineralischen Düngemitteln reagiert, wobei die maximale Menge an absorbierten Nährstoffen während der Reifezeit auftritt. Es wird daher empfohlen, Dünger mit einem hohen und ausgewogenen Nährstoffgehalt zu verwenden.

Empfohlene Produkte

Lesen Sie die Anleitungen auf dem Etikett jedes Produkts sorgfältig durch und befolgen Sie sie

BEWÄSSERUNG

In trockenen Jahren ist eine Bewässerung von 350-600 m³/ha in Abhängigkeit von der Vegetationsphase der Kultur erforderlich.

ERNTEN

Die Ernte kann manuell oder maschinell erfolgen, wenn die Baumwollkapseln ihre volle Reife erreicht haben und sich öffnen. Die maschinelle Ernte erfolgt in 2 Schritten, je nach Öffnungsgrad der Kapseln.

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